Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Bronskys fünfter (Erwachsenen-)Roman hätte nämlich genauso gut „Das Schweigen meines Großvaters“ heißen können. Dabei klang der Klappentext ja durchaus interessant und humorvoll. Auch nach dem Tod des Großvaters, von Nina heftig betrauert, geht das Leben weiter. Was sie mit "Der Zopf meiner Großmutter" vorlegt, ist kurzweilige Unterhaltung, die abwechselnd zum Weinen und Lachen einlädt.
Geprüfte Qualität und 36 Monate Garantie. Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Es bleibt den beiden Großeltern also nicht viel anderes übrig, als mit dem kränkelnden Enkelkind Max auch nach Deutschland auszureisen. Die Großmutter soll früher eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Hat nichts geholfen. Ein Junge, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt.
Er wurde von seinen Großeltern erzogen, an seine Eltern kann er sich nicht erinnern. So vieles ist verboten, weil es gefährlich sein könnte. Zu dominant ist diese Großmutter, alle anderen Figuren werden von ihr erdrückt und bleiben blass. ~~Der kleine Max ist nach Ansicht seiner Großmutter Margo ein krankes und geistig zurück gebliebenes Kind um dass man sich, seit dem Tod ihrer Tochter Maya, ständig kümmern muss. Und je lauter Margo wird, je mehr sie randaliert im Gefängnis, in das sie sich selbst gebracht hat, desto leiser wird der Großvater. Die Geschichte startet mit der Aussiedlung der kleinen Familie nach Deutschland. Sie irrt sich häufig, so deutlich sie sich auch äußert. Es war klar, dass die Großmutter nichts davon mitkriegen sollte. ), zarte Erklärungsversuche. Maxim, Mäxchen genannt, kommt mit seinen Großeltern aus Russland nach Deutschland und wohnt ziemlich lange mit ihnen in einer sogenannten „Anlage“. »Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als mein Großvater sich verliebte. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. Sie ist eindeutig das Familienoberhaupt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie … Zum Ende der Geschichte mit dem langsamen Loslösen von Max aus der Patchworkfamilie kommt etwas Licht ins Dunkel. Der Kopf einer Frau ruht auf seiner einen Schulter. Der Zopf meiner Großmutter Roman. Die Großmutter bleibt in endzeitlicher Stimmung, aber die Welt geht nicht unter, noch nicht. Zunächst kann er einem schon leid tun. Auch diese ist so halsstarrig, verschroben und charakterstark wie die Großmütter in ihren Romanen zuvor.
Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Denn Großmutter Margarita hat ein ganz besonderes Temperament. Meine Großmutter, mein Großvater, seine Geliebte und ich.
Alina Bronsky berichtet von Max, der in der Obhut seiner Großeltern aufwächst.
Dabei machen ihm weniger die neue Situation und Sprache zu schaffen als vielmehr seine Großmutter, die sich in Deutschland selbst Margo nennt, eine ehemalige Balletttänzerin, die rigoros über ihr kleines Reich herrscht und vor nichts und niemandem zurückschreckt.
Doch es kommt noch viel schlimmer: Der Opa verliebt sich in die Nachbarin, die eine Tochter in Mäxchens Alter hat. Inhalt: Meine Großmutter, mein Großvater, seine Geliebte und ich.