Neu-Erarbeitung der Klimaschutzbeiträge (NDCs) aller Länder im Jahr 2020 einfließen.
Machen Sie sich Ihr eigenes Konsumverhalten bewusst und entscheiden Sie aktiv, was Sie wirklich brauchen.
Doch der Wirtschaftsnobelpreisträger William Nordhaus kam mit seinem Modell auf eine optimale Balance zwischen Kosten und Nutzen bei 3,5 Grad. [80] Die Nutzung durch den Menschen beeinflusse über 70 Prozent der globalen, eisfreien Landoberfläche.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen empfiehlt daher beim Klimaschutzfahrplan eine Strategie zu wählen, die es ermöglicht, die Ziele auch ohne negative Emissionen oder sonstige Geoengineering-Maßnahmen zu erreichen. Energieeffizienzmaßnahmen, wie die Nutzung bestehender Abwärmepotenziale sowie ein Forschungs-, Entwicklungs- und Markteinführungsprogramm zur Minderung bisher nicht vermeidbarer industrieller Prozessemissionen, sollen bis 2030 zum Emissionsrückgang um rund die Hälfte im Vergleich zu 1990 beitragen. Eine andere Möglichkeit liegt in der Erhöhung der Energieeffizienz von bestehenden Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, besonders in Ländern mit großen Ineffizienzen wie beispielsweise China. Dies bedeutet, dass die Emissionen von 40 Milliarden Tonnen im Jahr 2020 auf 20 Milliarden Tonnen 2030 fallen müssen, auf 10 Milliarden Tonnen 2040 und auf 5 Milliarden Tonnen 2050. Für mehr Klimaschutz bei der Energieerzeugung lässt sich in verschiedener Hinsicht sorgen: Laut der im April 2019 veröffentlichten Studie der Energy Watch Group und einer Forschergruppe an der Technischen Universität Lappeenranta ist die Deckelung der Erderwärmung bei 1,5 °C Zunahme möglich, indem die Energiegewinnung bis spätestens 2050 weltweit vollständig auf regenerative Energiequellen umgestellt wird. 70 Prozent der Heizungen in deutschen Privathaushalten als veraltet und nicht mehr gemäß dem Stand der Technik.
Diese Pläne der einzelnen Staaten reichen jedoch nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Bei hohen Gasverlusten ist es darum möglich, dass Gaskraftwerke in einer ganzheitlichen Betrachtung eine schlechtere Klimabilanz haben können als Kohlekraftwerke. Wie sinnvoll ist es, den eigenen CO2-Fußabdruck über Spenden an Klimaschutzprojekte zu kompensieren? Das Erreichen von Klimaschutzzielen erfordert in jedem Fall einen grundlegenden Umbau der Energieversorgung, unabhängig davon, ob die Erderwärmung auf 1,5 °C, 2 °C oder 3 °C begrenzt werden soll; Unterschiede ergeben sich dabei nur in Bezug auf die Geschwindigkeit des Umbaus, nicht aber hinsichtlich dessen grundsätzlicher Notwendigkeit.
Diese zeigen sich konkret bei der Frage, wie eine gerechte Verteilung von Wohlstand zwischen heutigen und zukünftigen Generationen gestaltet werden sollte, die den Klimawandel berücksichtigt – ausgedrückt in der so genannten sozialen Diskontrate. [52] Christian von Hirschhausen warnt vor dem Narrativ des „sauberen Erdgases“ als Brückenenergieträger: „Erdgas ist nicht sauberer, sondern ist die Kohle von gestern und gehört daher aus dem Energiesystem entfernt.“[53], Generell ist zu berücksichtigen, dass Wirkungsgradsteigerungen von konventionellen Kraftwerken auf der Basis von Kohle und Gas nur ein begrenztes Klimaschutzpotential haben. Mehr als 26.800 Wissenschaftler aus der Schweiz, Österreich und Deutschland unterzeichneten eine Stellungnahme unter der Überschrift: „Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt.“[127] Die Wissenschaftler, die sich unter dem Namen Scientists for Future zusammengeschlossen haben, halten das Anliegen der Protestierenden für berechtigt und gut begründet.
Edenhofer hatte einen Einstiegspreis von 50 Euro pro Tonne CO2 für nötig gehalten und eine diesbezügliche Verteuerung auf 130 Euro bis 2030. Verschiedene Institutionen ermöglichen dies durch, Vermeidung von Autofahrten und Flugreisen (zur Reduzierung der, Verkürzung von Fahrtwegen durch effiziente Kombination von Fahrten (Wegeketten). Farbe vs. Buchstabe: Wer macht das Rennen? Bei einer Erwärmung zwischen 1,5 Grad Celsius und 1,8 Grad Celsius wäre das »Kosten-Nutzen-Optimum« erreicht, wenn man die Kosten der Maßnahmen gegen den anthropogenen Klimawandel und die der zu erwartenden Schäden betrachtet, berichten Forscher im Fachmagazin »Nature Climate Change«.