Gutmensch – das Unwort des Jahres 2015 Jetzt ist es raus, das Unwort des Jahres und es heißt Gutmensch.
Mit der Wahl des Unwortes des Jahres wollen die Wissenschaftler das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern, wie es auf der Webseite der Aktion heißt. Um der Nutzung von zeit.de mit Werbung zuzustimmen, muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. Durch die Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres in Deutschland erhielt das Wort 2011 den zweiten und 2015 den ersten Platz als Unwort des Jahres.
Jahrhunderts entstand. Warum ist aufgerechnet Gutmensch das Unwort des Jahres geworden und wie begründet die Jury ihre Wahl? Aus Ihrer Nutzung können Erkenntnisse und Daten über Zielgruppen abgeleitet und zur Produktentwicklung (z.B. 2013 wurde Sozialtourismus als Unwort des Jahres gewählt und auch hier gab es einen Bezug zur Flüchtlingskrise und den Verdacht, dass viele der Einreisenden Wirtschaftsflüchtlinge waren. Die Aktion will mit der Wahl die deutsche Sprache sensibilisieren und auf den diffamierenden Charakter der Wörter aufmerksam machen. Sprachwissenschaftler haben "Gutmensch" zum Unwort des Jahres gekürt. Wie es in der Begründung der Jury hieß, sei das Wort zwar schon seit langem in Gebrauch, doch im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema besonders prominent geworden.
2015 entschied diese sich für den Begriff "Flüchtlinge". Das gaben Sprachwissenschaftler in Darmstadt bekannt. "Als 'Gutmenschen' wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen", hieß es weiter. Aus meiner persönlichen Sicht hat die sprachwissenschaftliche Unwort-Jury eine gute Entscheidung getroffen, als sie "Gutmensch" zum Unwort des Jahres 2015 erklärte. Das erste Unwort war ausländerfrei und bezog sich auf die fremdenfeindlichen Aktionen in Hoyerswerda.
Pressemitteilung der Jury: Wahl des 25. Neben dem Unwort des Jahres gibt es auch das Wort des Jahres: Dieser Begriff wird unabhängig von der sprachkritischen Jury in Darmstadt von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden gewählt. Auch die Ich-AG wurde gewählt, und zwar 2002, ebenso wie die Herdprämie, die 2007 der Sieger wurde. Alle Rechte vorbehalten. können Anzeigen und Inhalte basierend auf einem Profil personalisiert, Daten ergänzt und Performance von Anzeigen und Inhalten gemessen werden. Die Unwort-Aktion gibt es seit 1991. 2014 lautete das Unwort Lügenpresse, ein Wort, das aus dem Umfeld der Pegida-Bewegung kam und sich vor allem auf die vermeintlich unabhängige Arbeit der Presse in der Flüchtlingsproblematik bezog. Für die Nutzung mit Werbung: Mit den auf Ihrem Gerät gespeicherten Cookies, Geräte-IDs u.ä. Über mangelndes […], Der Aktionstag Black Friday läuft am kommenden Freitag und wird dem Onlinehandel in Deutschland nach Berechnung von Experten einen Umsatzanstieg von 16,8 […], Da die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben wurden, geht der Staatspräsident Hassan Ruhani auf Reisen, um lukrative Aufträge von westlichen Unternehmen an […], © 2020
Der Vorwurf diffamiere «Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischen Imperialismus», begründete die Sprecherin der «Unwort»-Jury, die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, am Dienstag in Darmstadt.
Zudem gerügt wurden die Ausdrücke "Hausaufgaben" und "Verschwulung": Die Jury begründete die Wahl von "Hausaufgaben" damit, dass das Wort in den Diskussionen um den Umgang mit Griechenland in der EU "als breiter politischer Konsensausdruck" genutzt worden sei, um Unzufriedenheit darüber auszudrücken, dass die griechische Regierung Reformen nicht umsetze. Um zu verstehen, warum das Unwort des Jahres 2015 negativ besetzt ist, muss man auf das Wort des Jahres schauen, denn es lautet Flüchtlinge. Das Wort "Gutmensch" wurde am dritthäufigsten eingesendet. Gutmensch ist das Unwort des Jahres 2015. Rom, die Ewige Stadt, gehört zu den faszinierendsten und schönsten Städten in Europa. Hohe Wellen schlug das Wort betriebsratsverseucht, das 2009 das Rennen machte und sich auf die Baumarktkette Bauhaus bezog. Das Unwort des Jahres solle "den Blick auf sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch" lenken.