Ebenso findet sich bei Falk, wie später bei Kleist, eine Rücknahme der höfischen Komponente. Gattungstechnische Einordnung des „Amphitryon“ 4.1 Zum Titel 4.1.2 Probleme der Einordnung 4.2 Die Merkmale der Komödie in Kleists Amphitryon. Er stellt Alkmene die Zofe Leda gegenüber und leitet mit ihrer Hilfe nicht nur Alkmene, sondern auch Amphitryon in die Irre. Soziale Rolle III. [10] Doch mit absoluter Sicherheit ist auch diese Herkunft nicht zu bestimmen.

89 Seiten, Note: 3, 2. [19], Der Verzicht auf die Schilderung des genauen Tathergangs erhöht das Geschehen selbst und verklärt die List Jupiters zur Epiphanie. Kaiser stellt Amphitryon als Krieger dar, der Krieg um des Krieges Willen führt und analysiert auf diese Weise die Psychologie der Verführung und die Pathographie des Militaristen im Hinblick auf totalitäre Machtverhältnisse. Alkmene erscheint hier als eine in sich ruhende, naive junge Frau, die ein zentriertes und selbstsicheres Dasein führt. Ich bin ein Gott, Ich kann es ändern, wenn ihr wollt! Er erzeugt durch die Darstellung des lieblosen und derben Ehebundes des Dieners Sosias und dessen Frau Charis, die hofft durch einen Diener Jupiters beglückt zu werden eine herabwürdigende Analogie des reinen, von liebe erfüllten und damit erhabenen Verhältnisses der hohen Herrschaften.

Für neue Autoren:kostenlos, einfach und schnell, Magisterarbeit, 2008 Unser Newsletter informiert Sie über alle neuen Arbeiten aus Ihren Fachbereichen. Bekannt ist, dass Kleists Stück zum Zeitpunkt seiner Inhaftierung veröffentlicht wurde. Setzt man Kleists Amphitryon und Falks Amphitruon in einen Vergleich, so weisen einige Verse Jupiters auffallende Übereinstimmungen auf. Hierdurch wird die Dramenhandlung von der göttlichen Instanz, die es von den in die Komödie verwickelten Figuren zu erkennen gilt, selbst inszeniert. SIMON, Ralf: „Theorie der Komödie – Poetik der Komödie“. Es soll gezeigt werden, dass Kleists „Amphitryon“ seiner vom Verfasser festgelegten Gattung in vielerlei Hinsicht gerecht wird und dass der tragische Gehalt des Dramas zu Unrecht derartig stark in den Vordergrund gerückt wird. [26] Während diese Zuordnungsschwierigkeit von Molière ausgelassen und von Kleist unter neuen Bedingungen wieder aufgenommen wird, bestimmt es bei Plautus den Charakter des Stücks. An dieser Stelle drängt die Frage nach der Identität in den Vordergrund.

18 Seiten, Referat / Aufsatz (Schule), 

3.2.3 Weitere Bestimmungspunkte der Komödie, 4. Er baute es direkt in seinen Prolog, der von Merkur zum Zuschauer gewandt gesprochen wird, mit ein: Ihr runzelt eure Stirnen, weil ich sagte. Des Weiteren betrachtet diese Arbeit den hermeneutischen Aspekt in Kleists Bearbeitung. Damit stellte er sich, indem er sein Werk, seinen Studien nach, als die 38. Auch die damit einhergehende Mischung von tragischen und komischen Handlungsteilen ist eher untypisch für die Zeit der Aufklärung, in der der Begriff „Tragikomödie“ sich noch nicht im heutigen Sinne etabliert hat[3]. hierzu Kleists Brief an seine Schwester Ulrike am 17. Einleitung 2. Die Komödie

In dieser Bearbeitung hat Alkmene von dem bevorstehenden Besuch des Gottes erfahren.

Hrsg. Hamburg: 1958. p. 145. Betrachtet man nun Kleists „Amphitryon“ im Licht dieser klassischen Forderungen, so fällt zwar auf, dass der Zuschauer hier wohl die Sicht eines Gottes auf das Geschehen hat, jedoch kann von Interesselosigkeit am Konflikt nicht die Rede sein. Peter Hacks versuchte sich 1968 in seinem Amphitryon an einer Synthese der Fassungen von Plautus, Molière, Dryden und Kleist. Amphitryon ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Alkaios und – je nach Überlieferung – der Astydameia, der Tochter des Pelops, oder der Laonome, der Tochter des Guneus, oder der Hipponome, der Tochter des Menoikeus. In dieser Fassung findet sich erstmals eine Parallelität von Haupt- und Nebenhandlung sowie das Doppelgängermotiv: Der fünfte Akt ist, ohne jede komische Tönung, der Geburt der Zwillinge gewidmet. Doch zu den wohl bekanntesten Fassungen, neben Kleists, die diesem zur Orientierung und als Vorlage dienen, zählen Plautus und Molière. Eine Situation, in welcher der Konfliktverursacher diese Metaebene der Betrachtung erreicht wird oftmals durch den Kunstgriff des Spiel-im-Spiel. Auch für den Leser ist eine solche Distanz zu den Ereignissen von Wichtigkeit, da er nur durch eine distanzierte Haltung zum Geschehen auch über dasselbe lachen kann[21]. Neben der französischen Fassung Molières, könnte Kleist ebenfalls auch August Christian Borhecks Übersetzung des Plautus kennen, die 1803 erschien. Außerdem kann bei Adam nicht nur die Rede von einem kleinen Fehler sein. Sie leben in ihrem Geheimnis, weil dies Teil ihres Körpers ist. S. 172 f. [41] Zitiert nach Szondi, Peter: Fünfmal Amphitryon. [11] Ob Amphitryon tatsächlich betrogen oder letztendlich sogar geehrt wird, soll im Verlauf der Arbeit noch genauer untersucht und erläutert werden.

Erst im Zuge der Renaissance kommt das Original dank Bemühungen in Editionen und Übersetzungen wieder zum Vorschein.